In seinem jüngsten Blog-Beitrag hat David Pieper eine Makro-Analyse von Charles Hugh Smith eingebunden – ein absolut sehenswertes Video. Es beschreibt das “globale Endspiel in 14 Punkten”, eine Makro-Analyse zu Kredit- und Wirtschaftszyklen. Besonders hervorgehoben wird der deflationäre Zyklus:
Wir befinden uns demnach gerade in der Phase, in der Staaten über Strafzölle und Währungseingriffe versuchen, Vorteile gegenüber anderen Staaten zu gewinnen. Wie ich hier beschrieben habe ist ein Währungskrieg jedoch nicht zu “gewinnen”, wenn so viele Länder daran teilnehmen. Japan hat eher deshalb “Erfolg” damit, da es einfach an der Zeit war/ist.
Folgt man dem Zyklus der Deflation, so werden wir spätestens im kommenden Jahr wieder verstärkt über Werksschließungen und Pleiten in der Presse lesen. Die Reflation über Quantitative Easing der Notenbanken wird scheitern, da sie nicht die strukturellen Aspekte (Überkapazitäten, zu hohe Verschuldung) löst, sondern diese nur verschleiert und zu finanzieller Spekulation führt, welche wiederum die Kluft zwischen Arm und Reich erweitert.
Ich rechne fest damit, dass noch im laufenden Jahr – von mir charakterisiert als Wendejahr – der nächste große wirtschaftliche Abschwung beginnen und womöglich um 2015 in einer Art Depression enden wird.
2015/2016 sind für mich generell weiterhin die heißesten Kandidaten für das “Finale”, da immer mehr “Baby- Boomer” dann zeitgleich Liquidität aufbauen werden. Womöglich wird dann irgendein Auslöser dazu führen, dass die “Schein-Sicherheiten” (Derivate) und aufgeblasenen “Finanzwerte” (Anleihen, Aktien) plötzlich – binnen weniger Wochen – eine dramatische Neubewertung erfahren. Bis dahin könnte indes die “Reise nach Jerusalem” an den Finanzmärkten noch eine Weile anhalten, sprich: Anleihekurse hoch und somit die Zinsen niedrig bleiben, eine neue Blase bei japanischen Aktien entstehen.



