Jan 242013
 

In einem Interview mit Handelsblatt Online prognostiziert Hans Redeker, Chefstratege bei Morgan Stanley, dass der Euro binnen der kommenden zwei Jahre auf 1,05 US-Dollar fallen wird. Er begründet dies mit dem Wiedererstarken der USA und damit, dass die EZB der Währungspolitik Japans folgen wird, um „die Gefahr einer Kreditimplosion zu verhindern“.

Aber die Euro-Krise ist doch vorbei, oder nicht?

Nein, ist sie nicht. Es wurde lediglich Zeit gekauft, aber keines der strukturellen Probleme wirklich gelöst. Das sieht auch Felix Zulauf so, der beim Barron’s Round Table eine ähnlich pessimistische Prognose wie Redeker äußerte und längerfristig weiterhin mit einem Austritt zahlreicher Länder aus dem Euro rechnet.

Also US-Dollar kaufen?!

Mit einer kleinen Gewichtung womöglich sinnvoll, wenngleich auch der US-Dollar inhärent keineswegs stabil ist. Auch wenn den USA keine Schuldenkrise a la Griechenland droht, so ist der US-Dollar letztlich auch nur ein Zahlungsversprechen, das vom Glauben seiner „Anwender“ lebt. Doch dieser Glaube könnte eben markant länger halten als jener an den Euro.

Wer einen Schutz seiner Kaufkraft sucht, kommt auch an Edelmetallen wie Gold und Silber kaum vorbei. Doch Edelmetallpreise sind sehr volatil. Und in einer ernsten Krise könnte doch ironischer Weise gelten, „Bargeld lacht!“. Denn die meisten Strategen, die eine ausufernde Inflation proklamieren, verkennen die Tatsache, dass wir heute in einem Kreditgeldsystem leben und Buchgeld quasi „über Nacht“ verschwinden kann. Fiat Money hat also prinzipiell „zwei Richtungen“. Insofern können Edelmetalle ebenfalls nur eine Ergänzung sein.

Ich kann an dieser Stelle nur wiederholen: was zählt sind relative Werte! Wie viel Öl kann ich mit einer Unze Gold kaufen? Wie viel „DAX“ erhalte ich für eine Tonne Weizen? Wie viele Jahresgehälter kostet ein Haus im Vergleich zum historischen Durchschnitt?

Damit kommen Sie zu einer strategischen Vermögensaufstellung. Relativ betrachtet sind zum Beispiel – trotz der imposanten und frühzeitig richtig von mir angekündigten Rallye – japanische Aktien sehr günstig. Und auch die Agrarrohstoffe (Kaffee, Weizen) sind strategisch ein Long. Auf der Währungsseite dürften ausgewählte Währungen einiger südasiatischer Länder weiter aufwerten. Und taktisch dürften Aktien aus den Bereichen Medizintechnik und Biotechnologie weiter outperformen.

Wenn Sie sich hier richtig aufstellen, wird es relativ „egal“ sein, ob der Euro auf 1,05 US-Dollar fällt oder nicht. Zur Erinnerung: 2003 standen wir schon mal auf diesem Niveau. Und wirklich gestört hat sich zumindest meiner Erinnerung nach niemand daran…

Okt 062011
 

Eigentlich sollte dieser Artikel schon lange geschrieben sein. Lange hatten wir schon darüber gesprochen, schließlich sollte er vom besten Investment der Welt handeln. DAS BESTE INVESTMENT DER WELT, da muss jeder geneigte Leser hellhörig werden. Wie das manchmal so ist im Leben, übergehen wir Dinge, die uns wichtig sind zugunsten derer, die dringend sind. Und so kommt es, dass es dieses traurigen Anlasses bedarf, um endlich über das beste Investment der Welt zu schreiben: Steve Jobs ist tot.

Nein, wir sprechen hier nicht von der Apple-Aktie. Klar, die hat sich seit der Rückkehr von Steve Jobs 1996 verdreißigfacht. Sie investierten 10.000 USD und bekommen nun 300.000 USD dafür. Das wäre sicher ein Kandidat für das beste Investment der Welt – nicht umsonst ist die Aktie von der Marktkapitalisierung her eines der absoluten Schwergewichte der Welt.

Und dennoch, das beste Investment der Welt hat auch etwas mit Steve Jobs zu tun. Eben jener kompromisslose, charismatische Mann ist es, der in seiner legendären Rede „You`ve got to find, what you love“ vor Stanford-Absolventen mehrfach die berühmten Worte wiederholte: „Stay hungry, stay foolish“: http://news.stanford.edu/news/2005/june15/jobs-061505.html
Sein früher Tod verleiht den bemerkenswerten Worten eine besondere Note:

„My third story is about death.

When I was 17, I read a quote that went something like: „If you live each day as if it was your last, someday you’ll most certainly be right.“ It made an impression on me, and since then, for the past 33 years, I have looked in the mirror every morning and asked myself: „If today were the last day of my life, would I want to do what I am about to do today?“ And whenever the answer has been „No“ for too many days in a row, I know I need to change something.

Remembering that I’ll be dead soon is the most important tool I’ve ever encountered to help me make the big choices in life. Because almost everything — all external expectations, all pride, all fear of embarrassment or failure – these things just fall away in the face of death, leaving only what is truly important. Remembering that you are going to die is the best way I know to avoid the trap of thinking you have something to lose. You are already naked. There is no reason not to follow your heart.

About a year ago I was diagnosed with cancer. I had a scan at 7:30 in the morning, and it clearly showed a tumor on my pancreas. I didn’t even know what a pancreas was. The doctors told me this was almost certainly a type of cancer that is incurable, and that I should expect to live no longer than three to six months. My doctor advised me to go home and get my affairs in order, which is doctor’s code for prepare to die. It means to try to tell your kids everything you thought you’d have the next 10 years to tell them in just a few months. It means to make sure everything is buttoned up so that it will be as easy as possible for your family. It means to say your goodbyes.

I lived with that diagnosis all day. Later that evening I had a biopsy, where they stuck an endoscope down my throat, through my stomach and into my intestines, put a needle into my pancreas and got a few cells from the tumor. I was sedated, but my wife, who was there, told me that when they viewed the cells under a microscope the doctors started crying because it turned out to be a very rare form of pancreatic cancer that is curable with surgery. I had the surgery and I’m fine now.

This was the closest I’ve been to facing death, and I hope it’s the closest I get for a few more decades. Having lived through it, I can now say this to you with a bit more certainty than when death was a useful but purely intellectual concept:

No one wants to die. Even people who want to go to heaven don’t want to die to get there. And yet death is the destination we all share. No one has ever escaped it. And that is as it should be, because Death is very likely the single best invention of Life. It is Life’s change agent. It clears out the old to make way for the new. Right now the new is you, but someday not too long from now, you will gradually become the old and be cleared away. Sorry to be so dramatic, but it is quite true.

Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma — which is living with the results of other people’s thinking. Don’t let the noise of others‘ opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.

Alles sonst ist zweitrangig! Ihre Zeit ist begrenzt, sehr begrenzt. Schieben Sie für einen Moment all die Themen, die Sie heute bombardieren bei Seite. Die Schuldenkrise, die mögliche Rezession, die Unruhen im Nahen Osten – all das ist morgen auch noch akut. Halten Sie einen Moment inne und überlegen sie sich, wessen Ideale Sie gerade verfolgen. Wessen Zielen eifern Sie nach? Ihren eigenen??

Stellen Sie sich vor, wie Sie irgendwann auf dem Totenbett liegen werden. Fühlen Sie sich in die Situation hinein, spüren Sie es. Was denken Sie, welche Gedanken Sie umtreiben werden? An wie viele Ihrer Trades werden Sie denken? An wie viele Stunden im Büro? Und vor allem: was werden Sie bereuen? Werden Sie Reue empfinden, dass Sie nicht das gelebt haben, was Ihre Werte sind, Ihre Prinzipien? Dass Ihnen der Mut und die Kraft gefehlt hat, Ihren eigenen Weg zu gehen und dass Sie Dinge die Sie unentwegt störten, dauerhaft hingenommen haben? Welches Gefühl löst das in Ihnen aus?

Nehmen Sie sich Zeit für das Wichtigste in Ihrem Leben: Sie selbst. Platzieren Sie sich an der Seitenlinie und schauen Sie von dort auf das Spielfeld, auf dem Sie gerade stehen. Sind Sie in der richtigen Position? Verteidigen Sie, obwohl Sie eigentlich stürmen wollen? Oder sind Sie gar auf dem falschen Spielfeld?

Investieren Sie in sich selbst. In Ihre Entwicklung, in Ihre Ideale – in die tatkräftige Umsetzung Ihrer Vorstellungen, im Einklang mit Ihren Werten. Das ist, mit kilometerweitem Abstand, das beste Investment der Welt.

Stay hungry. Stay foolish.

Aug 052011
 

Sind Sie bereit für den schwarzen Freitag? (heute)

Verehrte Leser,

die Aktienbörsen sind weiter im rapiden Sinkflug. Der Dow Jones-Index gab heute Nacht weitere 500 (!) Punkte ab, die Börsen in Fernost legten entsprechend nach.  8 bzw. 9 Tage fallende Kurse, „ordentlich“ fallende Kurse hatten wir zuletzt in der Zeit nach dem Lehman-Kollaps gesehen. Das demonstriert die große Verunsicherung. Zu groß sind die Sorgen um die US-Wirtschaft sowie die Schuldenkrise in Europa und auch in den USA.

Gleichzeitig eilt der Goldpreis derzeit von Rekord zu Rekord und die Rendite der 10-jährigen deutschen Staatsanleihe fällt auf 2,32% und kommt damit ihrem historischen, deflationären Tief von knapp über 2% schon sehr nahe. Auch der Schweizer Franken befindet sich auf Rekordhoch!

Dennoch: wir beobachten die Märkte und Marktakteure sehr aktiv. Von einer Panik kann noch keinesfalls die Rede sein. Viele Fondsmanager, Banken und Vermögensverwalter lösen nur sukzessive ihre Positionen auf. Hier mal Gewinne mitnehmen, dort einen Stop-Loss ziehen. Aber eben kein großes untergewichten im Sinne von: raus aus Aktien. Eher würden wir die aktuelle Lage als einen „disziplinierten Abverkauf mit etwas hektischen Zügen“ bezeichnen. Aber keine Panik! Panik war es, als nach Lehman die Kurse gleich mehrfach zweistellige Prozente an einem Tag abgaben. Das ist Panik! Ein solcher wirklicher Sell-Off fehlt unseres Erachtens dem Markt noch, um diese Konsolidierung abzuschließen oder zumindest einer Zwischenerholung Platz zu geben.

Nun kommen aber heute Nachmittag die US-Arbeitsmarktdaten. Heute ist Freitag. An sich nichts Besonderes, aber: wer möchte in dieser Situation Positionen über das Wochenende halten?? Sollten die Zahlen heute schlechter als erwartet ausfallen, könnte das einen Sell-Off auslösen, der die letzten Tage in den Schatten stellt. Egal welche Besprechung heute in den Banktürmen in London, Frankfurt oder New York ist – das werden alle mit verfolgen, denn diese Zahl ist die wichtigste der letzten Tage. Und alle sitzen mit dem Finger am Knopf, bereit, sofort zu verkaufen. Sollten die Zahlen wirklich schwach sein und die rezessiven Tendenzen der US-Wirtschaft bestätigen, könnte es kurzfristig kein halten mehr geben. Ein weiterer schwarzen Freitag.

Banken hatten fast durchweg Kursziele für den DAX im oberen Bereich der 7.000 – und damit wie die meisten Akteure erneut die Dynamik der Finanzmärkte unterschätzt. Das reflektiert sich auch in spanischen oder italienischen Staatsanleihen, die unlängst ihr Renditehoch erreichten, also deutliche Kursverluste verbuchten. Jetzt beginnen Banken, z.B. die Société Générale vor zwei Tagen, erst langsam ihre Positionen in diesen Anleihen abzuschreiben.

Indes, bei aller gerechtfertigten Kritik an Banken und all denen die glaubten, die Börsen würden all das, was wir derzeit erleben, konsequent ignorieren. In einem Punkt haben sie recht: Auch wenn Aktien massive Kursschwanken haben können und künftig weiter haben werden (wie sagte jungst ein befreundeter Banquier zu uns: „langfristiges Investieren in Aktien ist kurz – bis mittelfristig vorbei!“), es sind Sachwerte! Sachwerte sind das Gebot der Stunde (des Jahrzehnts) und wenn Investoren auch zu dieser Erkenntnis gelangen, sollten sie, sofern sie es noch nicht getan haben, den heutigen Tag zum Kauf von Aktien nutzen.

 

Feb 082011
 

In letzter Zeit waren zahlreiche Beiträge in der Mainstream-Presse, die sich mit Anlagen zum Inflationsschutz befassten (siehe z.B. Wirtschaftswoche oder Manager-Magazin). Regelmäßig werden Aktien, Immobilien und Edelmetalle genannt. Dies ist auch richtig und die Finanzmärkte haben dies auch längst erkannt. Aktien eilen von Rekord zu Rekord, die Edelmetalle haben neue Hausse-Höchstmarken erlangt und selbst in Deutschland belebt sich der Immobilienmarkt, weil nicht wenige Anleger geneigt sind, das niedrige Zinsniveau zu nutzen und sich mit „Beton-Gold“ abzusichern.

Aber es gibt auch noch andere Anlageformen, die einen soliden Schutz bieten und weniger im Fokus der breiten Masse stehen. Dazu gehören Kunst-Objekte, Antiquitäten, Oldtimer, Land (Agrarflächen) oder Holz-Investments. Salopp gesprochen sind es „Sachen“ bzw. „Sach-Werte“, welche in einer inflationären Phase Stabilität versprechen. Warum ist das so?

Sach-Werte bieten einen über eine Rendite hinaus gehenden Nutzen für den Investor. Eine Anleihe ist eine Anleihe. Sie bringt Ihnen im Normalfall Zinsen und ihr Geld wieder zurück. In einer Immobilie können Sie jedoch auch wohnen, Edelmetalle als Schmuck tragen, mit Holz Ihren Boden belegen und sich an den Gemälden an Ihren Wänden erfreuen. Dieser Nutzen überdauert Währungskrisen, weil er davon unabhängig ist.

Es wird oft das Argument vorgebracht, dass man „Gold nicht essen kann“. In einer wirklichen Krise, bei der dauerhafte Versorgungsengpässe auftreten oder zum Beispiel Ihr leibliches Wohl durch Plünderer gefährdet ist, verlieren auch Sach-Werte tendenziell an Wert, da ihr Nutzen zweitrangig wird. Allerdings: in einem solchen Fall gibt es überhaupt kein Investment, das dann noch bedeutsam ist. Insofern ist dieses Argument kein sinnvolles, zumal irgendwann wieder eine Ordnung hergestellt ist, und dann die „Sachen“ wieder schnell ihren Nutzwert reflektieren.

Voltaire sagte einst: „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null.“ Genau so ist es. Papier- bzw. Finanz-Werte (Geldscheine, Anleihen, Sparbücher, etc.) haben keinen Wert in sich selbst. Der Wert liegt einzig und allein im Vertrauen auf das „Geld-System“. Geld hat eine Werterhaltungsfunktion, deren Maß an Wirksamkeit die Kaufkraft ausdrückt. Diese kann es jedoch nur erhalten, wenn es nicht beliebig und vor allem über das Wachstum der Wirtschaft hinausgehend vermehrt wird (Inflation) und die staatliche Ordnung inklusive dem staatlichen Geld-Monopol erhalten bleibt.

Derzeit ist letzteres massiv in Frage gestellt. Der strukturelle Trend in den USA sowie Europa und Japan ist deflationär. Wir haben ein hohes Maß an Sättigung erreicht und ächzen unter einer enormen Kredit- bzw. Schuldenlast (was übrigens gleichzeitig auch eine „Vermögenslast“ ist!). Die Privathaushalte entschulden daher freiwillig oder gezwungenermaßen. Da über Jahre hinweg das Wachstumsparadigma verfestigt wurde, möchte kein Politiker das Japan-Szenario einer jahrelangen Stagnation bzw. Deflation wiederholen. Ergo: die Entschuldung der privaten wird durch beschleunigte Verschuldung der Staaten „ausgeglichen“ – so zumindest der aktuelle Versuch.

Die US-Notenbank will, dass alle Menschen von Inflation sprechen. Sie will, dass die Menschen genauso reagieren wie sie es gerade tun und ihr Geld eben nicht bunkern, sondern in den Kreislauf geben. Sie will den Crack-Up-Boom! Nur hat die Notenbank nicht unter Kontrolle, wohin das Geld gegeben wird. Und es ist fraglich, ob sie später den „Inflations-Geist“ wieder in die Flasche zurück bekommt, den sie nun entlassen hat – ein Spiel mit dem Feuer.

Und die Notenbank kann auch nichts dagegen tun, dass immer mehr Menschen gar nicht mehr in der Lage sind, zu konsumieren oder zu investieren, also gewissermaßen längst „aus dem Spiel“ draußen sind. Sie kann auch nichts dagegen tun, dass die entfachte Inflation zu einer weiteren Verschärfung der sozialen Spaltung führt und Unruhen zunehmen werden, was wiederum die Risikoprämien an den Finanzmärkten steigen lassen wird. Willkommen im Bullenmarkt für Volatilität!

Es wird keinen leichten Weg geben. Inflation oder Pleite sind die beiden Optionen und die Notenbanken versuchen letzteres hinauszuzögern, in der Annahme, künftiges „Wachstum“ würde alles wieder in Ordnung bringen. Es ist leider anzunehmen, dass damit der größte schwarze Schwan erzeugt wird, den es je gegeben hat. Wie an anderer Stelle beschrieben, rechnen wir binnen vier Jahren mit einer globalen Währungsreform. Je länger das System künstlich am Leben gehalten wird, desto schwerwiegender wird der unvermeidliche Umbruch sein. Oder in den Worten des österreichischen Ökonom Ludwig von Mises:

„Es gibt keinen Weg, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu vermeiden, der durch Kreditexpansion erzeugt worden ist.“
Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel – Ludwig von Mises, 1912

Das Thema soll an dieser Stelle nicht weiter vertieft werden. Wir möchten zur Eingangsfrage mitteilen, dass wir selbst uns über Jahre intensiv mit Land- und Forst-Investments befasst haben (siehe z.B. hier: „Investieren in Edelhölzer“) und dort gute Lösungen sehen, Kaufkraft zu erhalten bzw. sich vor Inflation zu schützen. In Bälde werden wir hierzu konkrete Lösungen vorstellen.

In jedem Fall ist es ratsam, eine gute Mischung an eher sachwertorientierten Investments zu halten, diese jedoch nicht über zu bewerten. Wenn der von uns erwartete Umbruch kommt, wird niemand verschont bleiben. Mit der Neuordnung des Geldsystems wird z.B. zwingend auch eine Neuordnung der staatlichen Alters- und Krankenversicherungssysteme einher gehen. Renten werden Vermögendere nicht mehr bekommen und für die weniger betuchten wird es sich auf eine Grundabsicherung reduzieren.

Ihre Anlagen sollten daher so gewählt sein, dass sie im Idealfall ein passives Einkommen (Mieterträge, Dividenden, Ernten, etc.) generieren und sich dem staatlichen Zugriff bestmöglich entziehen. Dass hierbei Zielkonflikte entstehen (Vermögen im Ausland, geringe Liquidität, höhere Intransparenz), dürfte klar sein. Aber Sie sollten relative Vorteile anstreben. Absolute Vorteile sind kaum zu erwarten, wenn das System neu gestartet werden muss. Wichtig ist, sich eine gute Ausgangssituation für den nächsten Zyklus zu verschaffen.

Zuletzt: Am meisten vor Inflation schützen Sie sich, wenn Sie in sich selbst investieren. Zusätzliche Qualifikationen erhöhen Ihren eignen Nutzwert für die Gesellschaft, was wiederum Ihren Cash Flow, also Ihr Einkommen tendenziell sichert. Und denken Sie dabei auch mal um die Ecke. Es ist keineswegs sicher, dass Ihr jetziger Beruf in 10 Jahren noch in heutigem Maße gebraucht wird. Daher könnte es Sinn machen, Ihr Wissen und Können in Gebieten zu vertiefen, die für Sie eigentlich „themenfremd“ sind.