Jul 022015
 

Die heutigen US-Konjunkturdaten waren nicht besonders überzeugend und es finden sich bereits wieder zahlreiche Einschätzungen, wonach die Fed in diesem Jahr keine Zinserhöhung mehr durchführen wird. Ich bin hier explizit anderer Ansicht und wiederhole:

Die Fed MUSS JETZT die Zinsen anheben. Denn wenn sie jetzt die Zinsen anhebt, wird das den Konsum sogar beflügeln, weil viele sozusagen noch „schnell die niedrigen Zinsen nutzen“ werden wollen. Außerdem muss die Fed anheben, um auch wieder Möglichkeiten zu haben, wenn die nächste Rezession kommt (was vermutlich um 2017 der Fall sein wird). Und sie muss es tun, um ihre Glaubwürdigkeit zu erhalten. Zudem glaube ich, dass die Fed „Luft aus den Märkten nehmen“ will und tatsächlich auch möglichen Inflationsrisiken begegnen möchte.

Ich erwarte daher den ersten kleinen Zinsschritt im September.

Und jetzt kommt das, was Sie womöglich überraschen wird: Die US-Börsen werden trotzdem haussieren. Denn die US-Märkte haben die Zinserhöhung längst eingepreist. Nicht richtig eingepreist sind jedoch eine Friedensdividende (Iran) und ein Ende des Griechenland-Spektakels (egal welches es auch sein mag).

Was denken Sie?

Sep 192011
 

Ähnlich wie Gold, bei dem wir eine obere Umkehr erwarten, scheint auch Silber vor einem markanten Absturz zu stehen. Zumindest kommen zu diesem Ergebnis einige Vertreter der Elliott-Wellen-Analyse (siehe hier und hier).

Tatsächlich steht Silber nun exakt am Support. Da der US-Dollar wie von uns erwartet bereits massiv aufwertet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Bereich um 39 US-Dollar bald nach unten verlassen wird.

Ein Kursziel könnte im Bereich um die 30 US-Dollar liegen, was demnach einem Rückgang von rund 25% entspräche:

Quelle: clivemaund.com

Allerdings sollte bedacht sein, dass die US-Fed morgen und am Mittwoch tagt. Sollte Bernanke weitere „Unterstützungsmaßnahmen“ bekannt geben, könnte dies die Edelmetalle abermals befeuern. Auf der anderen Seite ist das Enttäuschungspotenzial auch nicht zu verkennen, wenn es nicht – oder noch nicht – zu einem „Quantitative Easing 3.0“ kommt.

Der Anstieg des US-Dollar spricht jedenfalls derzeit eher dafür, dass sich die deflationären Tendenzen durchsetzen. Und Einsparungen von 3 Billionen US-Dollar in den USA und zunehmende Diskussionen über ein Hard Landing in China (siehe auch „So sehen Blasen aus! China vor einer Krise„) oder eine womöglich unmittelbar bevorstehende Pleite Griechenlands deuten auch nicht gerade auf Inflation hin…

Die Edelmetalle wirken angeschlagen. Auch „Dr. Kupfer“ signalisiert eine Wende. Noch haben die Bullen die Chance auf ein Fehlsignal. Aber wehe wenn Ben sie enttäuscht…

Aug 302011
 

Im kommenden Monat wird es insbesondere hinsichtlich der „Euro-Krise“ einige markante Entscheidungen und Entwicklungen geben. Doch auch aus den USA werden nachhaltig relevante Meldungen kommen. Hier ein Überblick über bedeutsame Termine:

  • 07.09.  Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Griechenland-Hilfen
  • 11.09.  10-Jahrestag der Terroranschläge in den USA
  • 21.09.  Fed-Meeting zu weiteren Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft
  • 23.09.  Entscheidung des Bundestags über den Euro-Rettungsschirm

Auch in anderen europäischen Ländern wird im September über die Griechenland-Hilfen abgestimmt. Wie schon beschrieben, birgt der Monat September somit ausreichend Potenzial für eine finale Eskalation der Euro-Krise.

Daher erscheint Vorsicht hinsichtlich jedweder Spekulationen zum Währungspaar EUR/USD ratsam. Auch die weitere Entwicklung an den Börsen dürfte durch die bevorstehenden Entscheidungen geprägt werden. Es deutet sich ein „heißer Herbst“ an…