Sep 222011
 

Ja, wir haben eine Schuldenkrise. Ja, die Sparprogramme werden vermutlich zu einer Rezession führen. Ja, die Aktienmärkte sind technisch seit Sommer in einem Bärenmarkt.

ABER: Die Börsen haben nun schon vieles eingepreist und der Bärenmarkt dürfte sich durchaus eine Pause gönnen. Wir sind sehr nahe zu einem „Selling Climax“, dem eine sehr starke Erholung folgen dürfte.

Deutsche oder US-Anleihen sind nun auf einem Niveau, das wahrlich nicht mehr als attraktiv bezeichnet werden kann. Daher gibt es eine durchaus größere Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Teil dieser Kapitalströme wieder in den Aktienmarkt fließen wird.

Rohstoffwerte sollten Sie jedoch meiden. Hier hat der Trend nun wie von uns erwartet gedreht und es dürfte hier zu weiteren Abgaben kommen. Die Blase bei den Inflationserwartungen ist eindeutig geplatzt.

Fallende Rohstoffpreise wirken deflationär, haben jedoch auch einen positiven Effekt: sie entlasten die produzierende Wirtschaft und im Falle des Ölpreises auch die Haushalte. Auch die Rückgänge des Euro und Schweizer Franken (ebenfalls durch uns angekündigt) wirken für Europa positiv, da sie die die Exportwirtschaft entlasten und die Kreditsituation (Fremdwährungskredite) entschärfen.

Vermutlich sieht sich in Anbetracht der Turbulenzen in Kürze auch die Politik zu einem bedeutsamen Schritt genötigt, da – wie von uns ebenfalls angekündigt – die Euro-Krise eskaliert und nun der eigentliche Abstieg der Währung begonnen hat.

Dies sind sehr gute „Zutaten“ um schon bald ein Tief an den Börsen zu erzeugen, von dem eine markante Erholungsrallye einsetzt. Wir können uns durchaus vorstellen, dass der DAX in den kommenden Wochen wieder Regionen um 6.000 erreicht. Ausgehend vom aktuellen Niveau (5.150) ein Plus von über 16%!

Und Unternehmen wie E.ON (aktuell 14,55 EUR) oder Henkel (37,93 EUR) bieten definitiv Substanz und werden auch in einer Rezession noch Geld verdienen. Ob es indes ratsam ist, jetzt langfristig in Aktien zu investieren, wollen wir an dieser Stelle noch offen lassen.