Jan 242013
 

Ich erspare mir hier lange Reden – die Cover bzw. Titelblätter aktueller Börsen-Magazine und -Zeitungen sprechen für sich. DAX 10.000 scheint ausgemachte Sache zu sein:

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Das Sentiment für Aktien ist demnach recht positiv.

Ein weiteres Indiz dafür, dass man sukzessive Gewinne sichern sollte.

Jan 172013
 

Zumindest jenen Investoren, die Aktien nicht auf Sicht von 20 Jahren kaufen und Kostolanys Rat folgen, sich „schlafen zu legen“, sei hiermit angeraten, Gewinne zu sichern – je nach Strategie über einen Stopp-Loss oder (Teil-)Gewinnmitnahmen.

Am 22.09.2011 schrieben wir „Jetzt Aktien kaufen!“. Damals, bei einem DAX-Stand von 5.150 Punkten, herrschte Panik vor und wir rechneten mit einer schnellen Erholung auf über 6.000 Punkte, welche kurz darauf auch eintrat.

Aktuell notiert der DAX bei 7.760 Punkten, also rund 50% höher seit unserem Beitrag. Inzwischen hat sich die Stimmung markant gewandelt, die meisten Prognosen für 2013 sind auffallend bullish. Dass wir im Dezember europaweit einen dramatischen Einbruch der Absatzzahlen bei Neuwagen erlitten haben und in den USA der Zugverkehr klar auf eine nachlassende Konjunktur hindeutet, wird geflissentlich übersehen.

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Quelle: pragcap.com

Auch die sehr positive Stimmungslage unter Fondsmanagern und Kleinanlegern mahnt zur Vorsicht.

Es muss nun nicht gleich zu einem Einbruch kommen. Denkbar ist auch der Beginn einer Seitwärtsphase. Doch es erscheint durchaus sinnvoll, sukzessive Cash aufzubauen. Die Aktienmärkte haben die Entspannung bei der Euro-Krise, die lockere Geldpolitik der japanischen Notenbank sowie die Stabilisierung in China schon zu einem großen Teil eingepreist.

Bald wird Apple Zahlen melden. Die Aktie hat jüngst stark nachgegeben, sodass jederzeit eine Gegenbewegung dieses Index-Schwergewichtes starten kann. Auch die BIP-Daten aus China, die heute Nacht kommen werden, könnten neue Impulse für die Märkte bringen. Möglich ist ein letzter Buying Climax in den nächsten Wochen. Dennoch denke ich, dass es an der Zeit ist, Gewinne zu sichern.

Jul 132011
 

Seit Monaten besticht der Deutsche Aktienmarkt (DAX) durch eine beeindruckende Stärke. Deutsche Unternehmen profitieren massiv durch die „Euro-Krise“, da nicht nur der schwache Euro den Export unterstützt, sondern auch das Zinsniveau relativ zu niedrig ist und Unternehmen sich somit sehr günstig refinanzieren können. Die Credit Suisse schreibt aktuell:

„In dieser Woche schauen wir uns Deutschland an, für das wir seit Monaten ‚Übergewichten‘ empfehlen und auch weiter daran festhalten. Wir haben vier Hauptgründe für unsere positive Einschätzung Deutschlands:

Erstens denken wir, dass deutsche Unternehmen sehr wahrscheinlich in der Lage sein werden, Lohnerhöhungen an ihre Kunden weiterzugeben. Auch die Kapazitätsauslastung impliziert Spielraum für Preiserhöhungen.

Zweitens, robustes Gewinnwachstum und abnehmende Risikoaversion eröffnen Spielraum für weitere Anstiege.

Drittens […] profitiert das Land durch seine Exportorientierung und dem Boom der Schwellenländer sowie dem Niveau des EUR. Deutschland profitiert stark von der weltweiten Nachfrage, denn sein Exportanteil beträgt rund 40% des BIP.

Und viertens, moderate Bewertung in Bezug auf die traditionellen Bewertungskennziffern […]. Würden sich die KGVs für DAX-Unternehmen auf ihrem historischen Durchschnitt von 15 für die Ergebnisse der kommenden 12 Monate befinden, würde der DAX auf Basis der aktuellen Gewinne oberhalb von 10.000 Punkten notieren, da die Gewinnzahlen nun höher liegen als 2007 (siehe Grafik).

Wir favorisieren Adidas, Allianz, BASF, BMW, Daimler, Deutsche Post, Fresenius Medical Care, Henkel Vz., Infineon, SAP, Siemens und Volkswagen.“

Schaut man sich einige Charts aus den Bereichen Banken und Versicherungen an, z.B. Deutsche Bank, Allianz oder Münchener Rück, erscheint es sehr fraglich, ob der DAX tatsächlich ein Niveau von 10.000 Punkten erreichen kann. Solange indes der Exportmotor läuft, spricht auch nicht viel für eine neuerliche Baisse. Die Grundtendenz ist demnach weiter positiv.