Aug 302011
 

Zumindest für den Fall einer Naturkatastrophe. Er twitterte am 26.08.2011:Das ist genau das, was wir an anderer Stelle schrieben: Bargeld lacht! Cash is king!

Nouriel Roubini, Professor für Ökonomie an der renommierten Stern Business School, ist offensichtlich kein “Gold Bug”. In vielen seiner Tweets schreibt er, Gold sei kein Geld, was jüngst auch Ben Bernanke in einer Anhörung gegenüber Ron Paul äußerte.

Roubini widerspricht auch der steten These, Gold sei eine stabile Währung, weil es nicht wie Fiat Money aufgebläht werden könne. Zitat: “Kings debased gold coins for 1000s of years”. Ferner: “Many episodes of high inflation in gold regimes thru history due to debasement of gold coins &/or shocks to gold supply via discoveries”.

Er zeigt sich in seinen Tweets überzeugt, dass Gold in einer Blase ist, wofür er erwartungsgemäß reichlich Kritik erntet. Wir haben jüngst die gleiche Erfahrung gemacht, als wir vor den vermeintlich sicheren Häfen warnten. Nachdem der Schweizer Franken inzwischen um über 15% gegen den Euro verloren hat und auch das Gold erste Anzeichen von Schwäche zeigte und binnen zwei Tagen um 10% nachgab, sind die kritischen Stimmen ruhiger geworden.

Gold ist unfraglich ein hervorragendes Instrument zum Kaufkraftschutz. Aber dennoch muss man offen bleiben für kritische Stimmen. Schließlich dachten auch die Gold-Käufer im Jahr 1980, sie würden eine “todsichere Anlage” kaufen. Sicher war sie auch. Aber Gold wurde 20 Jahre lang relativ und absolut betrachtet “günstiger”.

Werte sind relativ. In einer echten Krise, wie sie einige Gold Bugs geradezu herbeizusehnen scheinen, könnte Gold ein hochgradig “suboptimaler Schutz” sein. Nicht mehr und nicht weniger hat Roubini mit seinem Tweet zum Ausdruck gebracht. Recht hat er!