Apr 302013
 

Kaum ein Ökonom hat durch die Finanzkrise 2008 mehr Aufmerksamkeit erlangt als Nouriel Roubini. Das zeigt auch eine Auswertung der Such-Anfragen nach “Roubini” bei Google:

roubini-indicator-google-trends
Interessant ist, dass jede Korrektur an den Börsen seit 2009 mit einem Erstarken der Google-Suchen nach Roubini einher ging, wobei sich der Trend abgeschwächt hat. Dies ist auch nicht weiter erstaunlich, denn die Börsen befinden sich seit Anfang 2009 in einer Erholungsbewegung und haben teils sogar neue Allzeit-Hochs erreicht. Und generell scheint die Finanzkrise ebenso weitestgehend bewältigt wie die Euro-Krise.

Ob dies zutrifft wollen wir an anderer Stelle prüfen. Erfahrene Investoren können jedenfalls im Verlauf der Such-Anfragen nach Nouriel Roubini auch das typische Blasenmuster erkennen. Demnach hatten wir einen “Roubini-Hype”, welcher nun fast völlig beendet ist, da wir uns weitestgehend auf “Vor-Blasen-Niveau” befinden.

Die Analyse von Google-Trends-Daten für Wirtschaftsvorhersagen erfreut sich generell immer größerer Beliebtheit. Hiermit rufe ich entsprechend den “Roubini-Indikator” ins Leben, ein neuer Sentiment-Indikator, der derzeit eher auf Sorglosigkeit hindeutet. Dies trifft im Übrigen auch auf Roubini selbst zu, der erst in 3 bis 4 Jahren wieder eine mögliche Blasenbildung erwartet.

Sep 092011
 

Nicht nur, dass China riesige „Geister-Städte“ baut, nein es werden auch immer mehr „Prunk-Bauten“ erstellt, was ein klares Signal für Exzesse ist.

Hier sehen Sie Fotos eines neu erstellten Bauwerks:


Sicher denken Sie an einen Palast. Tatsächlich ist es die neu erbaute Konzernzentrale der staatlichen Harbin Pharmaceutical im Nordosten von China. Schauen Sie sich weitere Fotos auf dieser Seite an.

Wir werden das Thema China in nächster Zeit weiter beleuchten. Es ist durchaus denkbar, dass der jüngste Kurseinbruch an den Börsen eher marginal mit den Schuldenkrisen in den USA oder Europa zu tun hat. Es scheint vielmehr eine Ankündigung dafür zu sein, dass ausgerechnet China – das Land des unbegrenzten Wachstums – vor einer sehr markanten wirtschaftlichen Eintrübung steht. Einige Signale die darauf hindeuten wurden jüngst auch von Wellenreiter-Invest im Artikel „China – Das Ende des Wachstums?“ dargestellt.

Was eine solche Entwicklung für Rohstoffe, Edelmetalle und Aktien bedeuten dürfte, können Sie sich ausmalen…

Aug 302011
 

Zumindest für den Fall einer Naturkatastrophe. Er twitterte am 26.08.2011:Das ist genau das, was wir an anderer Stelle schrieben: Bargeld lacht! Cash is king!

Nouriel Roubini, Professor für Ökonomie an der renommierten Stern Business School, ist offensichtlich kein “Gold Bug”. In vielen seiner Tweets schreibt er, Gold sei kein Geld, was jüngst auch Ben Bernanke in einer Anhörung gegenüber Ron Paul äußerte.

Roubini widerspricht auch der steten These, Gold sei eine stabile Währung, weil es nicht wie Fiat Money aufgebläht werden könne. Zitat: “Kings debased gold coins for 1000s of years”. Ferner: “Many episodes of high inflation in gold regimes thru history due to debasement of gold coins &/or shocks to gold supply via discoveries”.

Er zeigt sich in seinen Tweets überzeugt, dass Gold in einer Blase ist, wofür er erwartungsgemäß reichlich Kritik erntet. Wir haben jüngst die gleiche Erfahrung gemacht, als wir vor den vermeintlich sicheren Häfen warnten. Nachdem der Schweizer Franken inzwischen um über 15% gegen den Euro verloren hat und auch das Gold erste Anzeichen von Schwäche zeigte und binnen zwei Tagen um 10% nachgab, sind die kritischen Stimmen ruhiger geworden.

Gold ist unfraglich ein hervorragendes Instrument zum Kaufkraftschutz. Aber dennoch muss man offen bleiben für kritische Stimmen. Schließlich dachten auch die Gold-Käufer im Jahr 1980, sie würden eine “todsichere Anlage” kaufen. Sicher war sie auch. Aber Gold wurde 20 Jahre lang relativ und absolut betrachtet “günstiger”.

Werte sind relativ. In einer echten Krise, wie sie einige Gold Bugs geradezu herbeizusehnen scheinen, könnte Gold ein hochgradig “suboptimaler Schutz” sein. Nicht mehr und nicht weniger hat Roubini mit seinem Tweet zum Ausdruck gebracht. Recht hat er!