Kaum ein Ökonom hat durch die Finanzkrise 2008 mehr Aufmerksamkeit erlangt als Nouriel Roubini. Das zeigt auch eine Auswertung der Such-Anfragen nach “Roubini” bei Google:

Interessant ist, dass jede Korrektur an den Börsen seit 2009 mit einem Erstarken der Google-Suchen nach Roubini einher ging, wobei sich der Trend abgeschwächt hat. Dies ist auch nicht weiter erstaunlich, denn die Börsen befinden sich seit Anfang 2009 in einer Erholungsbewegung und haben teils sogar neue Allzeit-Hochs erreicht. Und generell scheint die Finanzkrise ebenso weitestgehend bewältigt wie die Euro-Krise.
Ob dies zutrifft wollen wir an anderer Stelle prüfen. Erfahrene Investoren können jedenfalls im Verlauf der Such-Anfragen nach Nouriel Roubini auch das typische Blasenmuster erkennen. Demnach hatten wir einen “Roubini-Hype”, welcher nun fast völlig beendet ist, da wir uns weitestgehend auf “Vor-Blasen-Niveau” befinden.
Die Analyse von Google-Trends-Daten für Wirtschaftsvorhersagen erfreut sich generell immer größerer Beliebtheit. Hiermit rufe ich entsprechend den “Roubini-Indikator” ins Leben, ein neuer Sentiment-Indikator, der derzeit eher auf Sorglosigkeit hindeutet. Dies trifft im Übrigen auch auf Roubini selbst zu, der erst in 3 bis 4 Jahren wieder eine mögliche Blasenbildung erwartet.



