Jul 042017
 

Nicht nur Jim Rickards rechnet mit einem Krieg gegen Nordkorea, auch der Gründer und ehemalige Leiter des privaten US-amerikanischen Geheimdienstes Stratfor, George Friedman, sieht eine militärische Auseinandersetzung kommen. Und auch der südkoreanische Präsident Moon Jae-in hat die Wahrscheinlichkeit militärischer Zusammenstöße entlang der Grenze zu Nordkorea als „hoch“ eingestuft

Bei einem Besuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping in den Vereinigten Staaten im April gab Donald Trump China 100 Tage Zeit, Nordkorea „umzustimmen“ – sonst würden die USA das Problem auf ihre Weise lösen. Jüngst verkündete Trump, dass China es versucht habe, aber nicht erfolgreich war. Seine Tweets zeigen, dass er die Geduld verliert. Das hat er auch sehr eindeutig gesagt:

Mit dem jüngsten Test einer Interkontinentalrakete durch Nordkorea ist zu erwarten, dass eine „rote Linie“ überschritten wurde und wir nach Ablauf der 100 Tage – ab dem 15. Juli – mit dem Beginn einer Offensive rechnen müssen. Die Vorbereitungen dafür laufen schon seit einigen Wochen. Und Trump sprach sich schon 1999 für einen präventiven Erstschlag aus:

Trump hat sehr klar gesagt, dass er alle Register an Verhandlungen ziehen wird – sollten diese jedoch nicht ausreichen, werden militärische Maßnahmen folgen. An diesem Punkt sind wir angelangt. Ein Krieg gegen Nordkorea kündigt sich an. Südkorea spricht von der „letzten Chance“ und nach den Worten folgen üblicherweise die Taten.

Für die Börsen dürfte jedwede Eskalation zunächst negativ wirken – dann hängt vieles vom konkreten weiteren Verlauf ab.

  3 Responses to “Ein Krieg gegen Nordkorea kündigt sich an”

  1. Hier noch ein relativierender Artikel, der die Risiken gut aufzeigt:
    http://www.businessinsider.de/diese-verheerenden-folgen-haette-ein-us-luftangriff-auf-nordkorea-2017-4?IR=T

    Eine „spannende“ Frage ist, ob ein gezielter Angriff auf die Person Kim Jong-un das Land verändern bzw. einen Krieg verhindern kann. Ich denke, dass diese Option sicher durchgespielt wird. Ethisch ist das sicher fragwürdig, aber seit langer Zeit „gelebte Praxis“ (man denke z.B. an die gezielte Tötung iranischer Atomwissenschaftler). Hier auch dazu ein Artikel:
    http://www.businessinsider.de/ex-diplomat-aus-nordkorea-kim-jong-un-ist-bereit-atomwaffen-gegen-nato-staaten-einzusetzen-2017-4?IR=T

    Leider muss man davon ausgehen, dass Kim Jong-un auch für einen solchen Fall irgendeine Vergeltungsmaßnahme antizipiert hat… Und sollte ein solcher Anschlag scheitern, dürfte der „Führer“ noch unberechenbarer und noch gefährlicher als jemals zuvor sein.

    Das ganze Thema ist hochbrisant und wird m.E. von den Märkten derzeit nicht ausreichend berücksichtigt.

  2. Interessante Idee:

    Solving the North Korea Situation

    „[…] Proposed North Korean Peace Deal

    China, Russia, and U.S. sign a military security agreement to protect BOTH North Korea and South Korea from attack BY ANYONE for 100 years, in return for North Korea suspending its ICBM and nuclear weapons programs and allowing inspectors to confirm they are sticking to the deal. […]“

    http://blog.dilbert.com/post/162632490866/solving-the-north-korea-situation

  3. […] was wäre, wenn es wirklich zu einem Krieg gegen Nordkorea käme? Oder einem Krieg zwischen Indien und China? Oder einer unerwarteten Naturkatastrophe (in […]

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