Jun 122015
 

Die jüngsten Beiträge auf kaufkraftschutz.de trafen allesamt ins Schwarze. Wir haben einen ersten starken Anstieg der Zinsen gesehen und der Euro konnte sich deutlich von seinen Tiefs erholen. Aus meiner Sicht könnte das zweite Halbjahr durch einen sehr starken Anstieg der Börsen gekennzeichnet sein, begleitet oder vorangehend durch einen Kursrutsch bei Euro, Öl und Gold.

Die Mehrheit der Marktbeobachter geht inzwischen davon aus, dass die Fed die Zinsen erst im kommenden Jahr anheben wird – wenn überhaupt. Ich teile diese Ansicht nicht und erwarte sogar schon recht bald den ersten kleinen Zinsschritt nach oben und wie hier beschrieben eine sich verstärkende Zinswende in den kommenden beiden Jahren. Denn aus meiner Sicht muss die Fed das jetzt tun: Wenn sie jetzt die Zinsen anhebt, wird das den Konsum sogar beflügeln, weil viele sozusagen noch „schnell die niedrigen Zinsen nutzen“ werden wollen. Außerdem muss die Fed anheben, um auch wieder Möglichkeiten zu haben, wenn die nächste Rezession kommt (was vermutlich um 2017 der Fall sein wird). Und sie muss es tun, um ihre Glaubwürdigkeit zu erhalten.

Insofern glaube ich, dass sowohl der Euro als auch Gold vor einem neuerlichen Kursrutsch stehen. Bei EUR/USD könnte die Parität ins Ziel rücken, bei Gold die 1.000 USD. Und der Ölpreis wird vermutlich ebenfalls stärker fallen, weil es weiterhin ein deutliches Überangebot gibt und alle Zeichen weiterhin auf eine Einigung mit Iran und die Ablösung ölangetriebener Fahrzeuge hindeuten.

Generell denke ich, dass man Öl- und Gas-Aktien in den nächsten Jahren (!) strikt meiden sollte und empfehle dazu den Artikel von Clemens Schmale „Die CarbonBubble: Öl am Ende?“. Die Aktie von Exxon Mobil hat kürzliches ein sehr klares Chartsignal geliefert, dass eine Zeitenwende ankündigt.

Ein fallender Euro und ein fallender Ölpreis sind wiederum starke Antreiber der Börsen – genauso wie eine Entspannung an der „außenpolitischen Front“.

Ich favorisiere weiterhin Technologie-Werte und denke, dass die Themen E-Cars, Augmented Reality (z.B. Datenbrillen, 3D-Projektionen), Cyber-Security und Biotech weiter laufen werden. Euro, Öl und Gold sind hingegen für mich nun Short-Kandidaten.

Mrz 242015
 

Aufmerksamen Beobachtern wird aufgefallen sein, dass derzeit sehr gravierende Dinge geschehen. Hier eine kleine unsortierte Auflistung:

Das sind allesamt Bausteine für eine „große Überraschung“ in den nächsten vier Wochen. Denkbar sind ein US-Anleihen und/oder Aktien Flash Crash, ein „Grexit“, eine historische Annäherung an den Iran oder aber auch ein möglicher neuer Krieg. Es laufen „Tage der Entscheidung“.

Man sollte sich also auf eine hochvolatile Phase vorbereiten. Der jüngste US-Dollar Flash Crash hat einen kleinen Vorgeschmack gegeben.

In Anbetracht der Spannungen mit Russland halte ich eine Einigung mit Iran für sehr wahrscheinlich – denn dies dürfte den Ölpreis auf neue Tiefs treiben. Wie bereits beschrieben sehe ich zudem gute Chancen für eine kleine Euro-Rallye in den nächsten Monaten, wozu durchaus auch ein weiterer Schuldenschnitt mit ergänzendem, von Deutschland finanziertem „Griechenland-Aufbaufonds“ beitragen könnte.

Auch die Börsen erscheinen mir gerade reif für einen stärkeren Einbruch. In jedem Fall ist eine gewisse Vorsicht angebracht. Es häufen sich zuletzt die Anzeichen für spekulative Blase, z.B. im Biotech-Sektor. Und ich meine eine Rotation zu Versorgern und Telekom-Werten zu sehen, also eine Bewegung in defensive Sektoren. Auch das könnte ein Warnsignal sein.

Feb 212014
 

Im vergangenen Sommer hatte ich Sie auf die sich abzeichnende Wende beim Kaffee-Preis hingewiesen und eine spekulative Long-Chance nahe gelegt. Es ging dann noch bis in den Herbst leicht abwärts, bevor der Kaffee-Preis einen Boden ausbildete und jüngst um weit über 50% in die Höhe schoss. Ich hoffe, Sie waren dabei! Wenn nicht, ist die „gute Nachricht“, dass der Kaffee-Preis nach einer „Verschnaufpause“ weiter ansteigen dürfte.

Der Grund des extremen Anstieges ist das Wetter sowie der Kaffee-Rost in Peru. In Brasilien, dem größten Kaffee-Produzenten der Welt, war der Januar 2014 der heißeste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen, gleichzeitig fiel zuletzt so wenig Regen wie seit 20 Jahren nicht mehr. Dagegen wird Indonesien, auch ein wesentlicher Kaffee-Produzent, von starkem Regen belastet. Die folgende Grafik von Businessweek zeigt anschaulich, wie bedeutsam Produktionsausfälle in diesen Ländern sind:

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Das Wetter ist kaum vorherzusagen, aber es sprechen einige fundamentale Aspekte dafür, dass der Kaffee-Preis (wie auch andere Agrarrohstoffe) vor einer anhaltenden Hausse steht. Dazu verweise ich nochmals auf meinen Artikel „Für Spekulanten: Long-Chance bei Kaffee“.

Feb 212014
 

In meinem Beitrag „Katalysatoren einer Hausse bei Uran-Aktien“ habe ich drei Auslöser einer neuerlichen Hausse bei Uran bzw. Uran-Aktien beschrieben. Einer davon bezog sich auf Japan:

„Japan, vor Fukushima der weltweit drittgrößte Nutzer von Kernenergie, wird seine Atomkraftwerke wieder anschalten, präziser: anschalten müssen. Denn mit der jüngsten Abwertung des Yen werden Rohstoffe für die Japaner markant teurer, was die ohnehin schon negative Handelsbilanz belastet. Die Kosten für Energieimporte haben sich gegenüber 2011 bereits verdoppelt.“

Gestern war nun folgendes zu lesen: „Japan verbucht Rekord-Handelsbilanzdefizit – Schuld waren vor allem die durch den schwachen Yen verteuerten Energieimporte“. Es ist also genau das eingetroffen, was ich vermutet habe. Schauen wir uns das grafisch an, bekommen wir einen noch klareren Blick dafür, wie erheblich diese Entwicklung ist:

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Japan reagiert nun auch genau so, wie antizipiert, denn Japan beschleunigt den Neustart seiner Reaktoren. Es bleibt den Japanern faktisch auch gar keine andere Wahl, wenn sie ihre Wirtschafts- und Geldpolitik (extremes Quantitative Easing) fortsetzen wollen, ohne dass der Yen unmittelbar in den freien Fall übergeht.

Uran-Aktien sind in den letzten Monaten schon teils recht stark gestiegen, was jedoch primär auf die Konsolidierung in der Branche zurückzuführen ist. Doch der eigentliche Uran-Bulle steht noch bevor und es ist mitnichten zu spät, sich in dem Sektor zu positionieren. Einige konkrete Anlage-Ideen hatte ich Ihnen hier bereits vorgestellt.

An meinem Basis-Szenario für Japan ändert dies alles jedoch nichts. Japan wird im Ruin enden. Diese These vertreten inzwischen nicht wenige bekannte Strategen. Die Erfahrungen der letzten 20 Jahre haben mich jedoch gelehrt, dass solche Entwicklungen Zeit brauchen. Wirklich dramatisch dürfte es für Japan daher wohl erst in etwa fünf Jahren werden. Es ist also noch zu früh, sich hier zu positionieren. Bis dahin können wir jedoch im Uran-Sektor einiges an Geld verdienen…

Jul 252013
 

Zu diesem markanten Schluss kommen Marco Lombardi und Francesco Ravazzolo in ihrem Arbeitspapier „Zur Korrelation von Rohstoff- und Aktienrenditen“, das am 11. Juli 2013 auf der Website der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) veröffentlicht wurde. Demnach können zwar höhere Renditen erreicht werden, wenn Aktien auch Rohstoffe im Portfolio beigefügt werden (und die Portfoliomanager die Entwicklung beider Anlageklassen richtig einschätzen), doch dadurch wird auch die Volatilität des Portfolios erheblich erhöht und nicht immer wird eine höhere Sharpe-Ratio erreicht.

Ich hatte bereits vor einigen Wochen in Frage gestellt, ob man wirklich Rohstoffe im Portfolio braucht. Es gibt jedoch einen wichtigen Satz in der Studie, der nicht verschwiegen werden sollte: „Dieses Arbeitspapier hat gezeigt, dass die Korrelation zwischen Rohstoff- und Aktienrenditen seit dem Ausbruch der Finanzkrise substanziell gestiegen ist.“

Dieser Satz ist meines Erachtens deshalb so wichtig, weil er darauf hindeutet, dass die „Geldschwemme“ der Notenbanken, die durchaus den Charakter einer Liquiditätsblase annimmt, frühere Marktsignale und Korrelationen – zumindest temporär – außer Kraft setzt. Salopp gesagt: „Die Flut hebt alle Boote“, Rohstoffe sind inzwischen stark „financialized“, also mehr Finanzinstrument als Wirtschaftsgut. Entsprechend ist auch ein Szenario in der Zukunft denkbar, wonach alle Boote gleichzeitig sinken, wir also einen deflationären Crash hinsichtlich aller Anlageklassen erleben könnten – ähnlich wie 2008, nur dass dieses Mal womöglich auch Anleihen betroffen wären. Dazu muss es natürlich nicht kommen, aber es erscheint vernünftig, dieses Szenario im Hinterkopf zu halten.

Persönlich denke ich, dass Rohstoffe als Input-Faktor in der Produktion generell einem gewissen langfristigen deflationären Trend unterliegen, einfach weil es einen permanenten Anreiz zur Substitution und Einsatz-Optimierung gibt. Natürlich kann man plausibel argumentieren, dass Rohstoffe wie Öl und Gas, die faktisch verbraucht und nicht recycelt werden können, längerfristig teurer werden müssen. Doch auch hier bin ich geneigt zur These, dass die Märkte dies regulieren werden. Ich kann mir durchaus ein Szenario in einigen Dekaden vorstellen, in dem sich jeder Haushalt über Solarenergie seinen eigenen Strom produziert und Fahrzeuge sowie Heizungen ausschließlich mit elektrischer Energie betrieben werden.

Insofern bin ich weiterhin der Ansicht, dass Rohstoffe allgemein kein sinnvoller langfristiger Depotbaustein sind, doch dass es durchaus Sinn machen kann, spezifische Rohstoffe ins Portfolio aufzunehmen, wenn sich eine markante relative Unterbewertung zu anderen Anlageklassen ergibt – so wie es zur Jahrtausendwende der Fall war. In einem Zeitfenster von drei bis fünf Jahren können auch strukturelle Marktungleichgewichte bzw. kurzfristige Versorgungsengpässe Chancen bieten. So sehe ich zum Beispiel durchaus ansprechende Chancen bei Uran und Kaffee. Doch dies hat klar spekulativen Charakter  und erfordert ein aktives Management statt einer passiven Kaufen-und-Halten-Strategie mittels eines Indexproduktes.

Abschließend noch eine gewagte These: ich halte es für durchaus denkbar, dass die Menschheit binnen eines Jahrhunderts nahezu alle Rohstoffe – selbst Gold und Silber – synthetisch herstellen kann. Wir werden also zu Alchemisten. :-) Ob das wirtschaftlich sinnvoll sein wird, ist indes eine andere Frage…

Jul 172013
 

Joe Petrowski, CEO von Gulf Oil, erwartet bis Jahresende einen Rutsch des Öl-Preises auf 50 US-Dollar, was somit einer Halbierung gleich käme. Er begründet dies primär nicht etwa mit der wirtschaftlichen Schwäche Chinas oder einer Abkühlung der US-Wirtschaft, sondern mit einer massiv steigenden Produktion an Öl und Gas bei relativ schwacher Nachfrage.

Sollte es nicht zu einem Iran-Krieg kommen – und danach sieht es nach der „progressiven“ Wahl im Iran nun aus – kann ich der Prognose einiges abgewinnen. Denn derzeit liest man geradezu ausschließlich Kommentare, die den Ausbruch des Öl-Preises nach oben kommentieren und Kursziele von 120 US-Dollar und mehr prognostizieren.

Ich hatte hier einen ähnlichen Long-Trade auf Öl dargestellt, bin jedoch weiterhin noch skeptisch, insbesondere da die Commercials derzeit in erheblichem Maße short aufgestellt sind:

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Insofern möchte ich das Szenario weiter offen lassen. Interessant ist hingegen die Überlegung, was eine Halbierung des Öl-Preises bewirken würde.

Ein fallender Öl-Preis würde Konsumenten (Haushalte und Unternehmen) weltweit erheblich entlasten und könnte somit dazu führen, dass das „eingesparte Geld“ für andere Dinge ausgegeben wird. Folglich könnte sich die Wirtschaft positiver entwickeln. Gerade für China und Europa wäre dies wichtig, aber auch für die USA, deren Handelsbilanzdefizit dann deutlich geringer werden dürfte. Dies wiederum könnte den US-Dollar weiter stärken.

Den Notenbanken würde größere Freiheit entstehen, da die Inflationsraten erheblich zurückgehen sollten. Quantitative Easing könnte demnach ohne größere Diskussionen über die vermeintliche Inflationsgefahr fortgeführt werden, insbesondere auch in Japan.

Indes dürften die Erdöl-produzierenden Staaten erheblich leiden, allen voran die Staaten aus dem Nahen und Mittleren Osten. Eine sich zuspitzende wirtschaftliche Entwicklung dort könnte wiederum extremeren politischen Entwicklungen zuspielen. Zudem könnte sich Israel dazu verleitet fühlen, den Iran doch zu attackieren, da ein steigender Öl-Preis keine so große Sorge mehr darstellen würde.

Insofern bleibt das Thema Erdöl sehr spannend. Ich werde jedoch Anlagen in diesem Themenfeld zurückstellen, solange die weitere Entwicklung unklar bleibt.

Derzeit empfiehlt sich meines Erachtens ein höherer Cash-Bestand. Persönlich favorisiere ich ein Szenario, wonach es ab August bis in den späten Herbst zu stärkeren Abgaben an den Börsen und Zugewinnen bei den Anleihen kommen wird.

Jun 142013
 

„Achten Sie auf den Öl-Preis!“ schrieb ich am 17.05.2013, „Israel greift Iran an“ schrieb ich am 25.04.2013. Während letzteres noch nicht eingetreten und aufgrund der Unruhen in der Türkei sowie der jüngsten Erfolge der syrischen Armee gegen die „Rebellen“ auch zunächst etwas unwahrscheinlicher geworden ist, dürfte der Öl-Preis nun unmittelbar vor dem Ausbruch nach oben stehen. Der Auslöser könnte die Meldung sein, die heute Morgen über die Ticker läuft: „Syrien hat Giftgas eingesetzt – Obama greift ein“.

Es ist nicht so, dass wir einen globalen Öl-Mangel haben, doch die Möglichkeit eines neuen Nahost-Krieges wächst nun erheblich an. Die Nachricht wurde indes genau vor den Wahlen im Iran verbreitet, sodass diese auch eher strategischer Natur sein könnte. Obama ist nun allerdings zum Handeln gezwungen, da die USA sonst an (militärischer) Glaubwürdigkeit verlieren würden.

Es ist fraglich, wie Assad reagieren wird, denn er scheint keine Person zu sein, die ohne Kampf aufgibt und das Land verlässt, was er auch mehrmals betont hat. Da inzwischen auch der Libanon zum Kriegs-Gebiet gehört, hat ein neuer Nahost-Krieg längst begonnen und die Wahrscheinlichkeit für einen neuerlichen Tonkin-Zwischenfall ist immens gestiegen. So könnte ich mir zum Beispiel vorstellen, dass die syrische Armee verstärkt an der Grenze zur Türkei und Jordanien agiert, da Waffenlieferungen von dort aus am wahrscheinlichsten sind. Schnell greift so ein Krieg auf ein weiteres Land über und die Lage eskaliert.

Zudem könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass Assad künftig im Falle einer absehbaren Niederlage einen Schlag gegen Israel führt, um den Charakter des Krieges zu verändern. Hier dürfte dann inbesondere die Reaktion Ägyptens entscheidend sein.

Wie dem auch sei, ich rechne mit einer kontinuierlichen Zuspitzung der Situation im Nahen Osten und damit einer dauerhaften Unsicherheitsquelle, welche dem Öl-Preis Auftrieb geben könnte. Dies ist bedauerlicherweise auch im Interesse zahlreicher Öl-produzierender Länder und belastet voraussichtlich am meisten China, Indien, Japan sowie Europa.

Wie hier beschrieben könnte einer der stärksten Profiteure Russland sein. Der RTS steht aktuell bei 1.272 Punkten. Steigende Öl-Preise würden im Übrigen auch die Wahrscheinlichkeit einer Wende beim Uran markant erhöhen, da der Druck auf Japan steigen würde, die Reaktoren wieder in Betrieb zu nehmen.

Noch ist der Ausbruch nach oben nicht sicher, sodass man noch die Wahlen im Iran und weitere Entwicklungen in Syrien abwarten kann. Doch die Wahrscheinlichkeit für steigende Öl-Preise ist nun markant gestiegen. Vielleicht sollten Sie – sowie ich es getan habe – mal vorsorglich die Heizöltanks füllen…

Jun 122013
 

Auch wenn es sicher nicht im primären Sinne dieser Seite ist, möchte ich doch auf eine spekulative Investmentidee hinweisen: einen Long-Trade auf Kaffee.

Seit seinem Hoch Anfang 2011 befindet sich der Kaffee-Preis in einem intakten starken Abwärtstrend. Von seinem Hoch bei rund 3 US-Dollar pro Pfund ist der Preis bis auf zuletzt 1,25 US-Dollar gefallen. Begründet wird der Preisverfall mit einer erneuten Rekord-Ernte im größten Kaffee-produzierenden Land Brasilien, das etwa ein Drittel der Weltproduktion ausmacht. Dort läuft gerade die Haupternte, die bis September anhalten wird.

Wie so oft an den Märkten sind nun meines Erachtens alle guten Nachrichten schon weitestgehend eingepreist. Das Überraschungspotenzial liegt daher nun eher darin, dass die Produktionsmenge negativ überrascht oder sich der Ausblick hinsichtlich der Produktionsmengen verschlechtert.

In diesem Kontext wird derzeit meines Erachtens zu wenig Augenmerk darauf gerichtet, dass sich in Zentralamerika der sogenannte Kaffeerost (Rostpilz, der Kaffee-Pflanzen befällt; auch als Roya bekannt) weiter verbreitet und dies inzwischen dramatische Ausmaße annimmt: 50% der Anbaugebiete in Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Panama sind inzwischen betroffen, sodass entsprechend für die Ernte ab Oktober bis zu 50% Ausfälle bei Kaffee der hochwertigen Sorte Arabica erwartet werden. Arabica macht 60% des Gesamtkaffeemarktes aus, 40% bildet der weniger anfällige jedoch auch weniger aromatische Robusta-Kaffee.

Jamaika, Kolumbien, Mexiko und Peru sind ebenfalls vom Kaffeerost betroffen. Sollte die erste Nachricht über den Ticker gehen, dass sich auch in Brasilien der Kaffeerost verbreitet, dürfte der Kaffee-Preis sehr schnell deutlich anziehen, denn es kann Jahre dauern, bis sich die Pflanzen davon erholen.

Was Brasilien betrifft, so sind Berichterstattungen wie diese oder auch hier über die erheblichen Folgen des Einsatzes von Pestiziden sicherlich ebenfalls dazu angetan, den Kaffee-Markt zu beeinflussen. Demnach sind viele Plantagen-Arbeiter erkrankt, die Böden extrem stark belastet und man kann sich daher durchaus die Frage stellen, wie nachhaltig die Rekord-Ernten in Brasilien sind.

Kurzfristig könnte indes auch das Wetter noch einen Strich durch die Rechnung machen: Frost in den brasilianischen Highlands ist immer möglich und kann die Ernte erheblich belasten.

Zuletzt zeigt ein kurzer Blick auf die COT-Daten, dass das „smarte Geld“ nach dem jüngsten Preisrutsch wieder verstärkt Long-Positionen eröffnet hat.

Möchte man eine Spekulation auf den Kaffee-Preis eingehen, sind die Möglichkeiten für Privatanleger jedoch recht bescheiden und zum Teil teuer. Persönlich habe ich jüngst einen Call auf Kaffee erworben, es ist jedoch sicherlich nicht jedermanns Sache, via gehebeltem Derivat auf die Preisentwicklung eines Argrarproduktes zu spekulieren. Eine mögliche Alternative wäre, Aktien wie Starbucks (49,50 EUR) oder Green Monutain Coffee (57,78 EUR) zu shorten, zumal die Aktien luftige Höhen erreicht haben. Doch auch dies ist schon fast eher etwas für „Spezialisten“.

Insofern ist die Long-Idee auf Kaffee eher „geübten Spekulanten“ vorbehalten.

Jun 112013
 

Am 21.07.2011 schrieb ich im Kontext der Euro-Krise: „Es könnte jedoch sein, dass sich nun der „Sorgen-Fokus“ nach Asien und Australien verschieben wird. Womöglich kommt das Thema Schuldenkrise in Japan zu neuer Blüte. Oder aber China mit seinem Schatten-Banken-System und seiner immensen Fehl-Allokation im Bau-Sektor rückt näher in den Fokus. Eng mit der Entwicklung Chinas verknüpft ist auch das Schicksal Australiens, wo sich ebenfalls eine gewaltige Immobilien-Blase gebildet hat.“

Genau dies ist geschehen. Die Wirtschaft Australiens schwächelt, die Immobilienpreise haben gedreht. Und auch das hier bereits frühzeitig behandelte Thema Schuldenkrise in Japan beherrscht inzwischen die Schlagzeilen und ich denke, dass Japan nach einer kurzen Scheinblüte im Ruin enden wird. Als wäre das nicht genug, wird die eigentliche Krise jedoch jene Chinas sein, welche die globale Wirtschaft in die Depression mitreißen wird.

In meinen Beiträgen „So sehen Blasen aus! China vor einer Krise“, „Ein erschütterndes Video aus China“ und „Die chinesische Immobilienblase wird zur Depression führen“ habe ich Ihnen bereits einige markante sozioökonomische Entwicklungen vorgestellt. Nun findet sich weiteres Indiz:

„Wellenreiter Invest“ hatte in einem Beitrag auf einen interessanten Zusammenhang zwischen dem Bau gewaltiger Wolkenkratzer und der Wirtschaftslage hingewiesen: „Die Jagd nach Höhenweltrekorden folgt einem Normalschema. Baubeginn ist in der Regel in einer bullischen oder gar euphorischen Aktienmarktphase, die Fertigstellung erfolgt fast ausschließlich in einer Phase wirtschaftlicher Rezession oder gar Depression.“ Zu einem ähnlichen Schluss kam die Barclays Bank: Wo Gebäude immer höher in den Himmel wachsen, folge meist der finanzielle Crash.

In China wurde nun die Genehmigung für den Bau des größten Gebäudes der Welt „Sky City“ erteilt. Besonders bemerkenswert hierbei ist, dass der Bau binnen 90 Tagen (!) erfolgen soll. Man fühlt sich schon ein wenig an den Turmbau zu Babel und menschlichen Übermut erinnert. Das aktuell höchste Gebäude („Burj Khalifa“) findet sich übrigens in Dubai und konnte Anfang 2010 nur fertigstellt werden, weil Abu Dhabi eine finanzielle Notunterstützung leistete…

Nun befindet sich China schon seit Monaten in einem „Wachstumsabwärtstrend“ und gab auch gestern wieder schwache Wirtschaftsdaten bekannt. Es ist also nicht so, dass der Bau dieses Gebäudes aus überschwänglicher Euphorie heraus geboren wird. Dennoch denke ich, dass dieses Vorhaben etwas über China und das Denken dort aussagt, was sich auch generell im exorbitanten Bau-Boom der vergangenen Jahre zeigt. Es gelingt der chinesischen Staatsführung indes weiterhin nicht, die Preisblasen einzudämmen, die sich im Immobiliensektor in vielen Regionen gebildet haben.

Unterschwellig braut sich hier ein Sturm zusammen, der meiner Einschätzung nach binnen zwei bis drei Jahren offen ausbrechen wird: eine gewaltige Wirtschafts- und Finanzkrise, die auch das globale Finanzsystem erschüttern und womöglich sogar den Zusammenbruch der Euro-Zone begleiten könnte.

Wie komme ich zu dieser extrem pessimistischen Einschätzung?

Nun, es ist ein Zusammenspiel zahlreicher Faktoren. So liegen inzwischen die Löhne im Süden Chinas in etwa auf dem Niveau Mexikos, was bedeutet, dass für viele US-Unternehmen die Produktion in China nicht mehr so rentabel ist. Hinzu kommt, dass die Masse der Chinesen weiterhin Arbeiten ausführt, die „anfällig“ dafür sind, durch Roboter ersetzt zu werden. Foxconn, der Hersteller des iPhone & Co., hatte zum Beispiel Endes des vergangenen Jahres angekündigt, bis zu eine Millionen Arbeiter durch Roboter zu ersetzen. Das sind also durchaus relevante Zahlen und ich nehme an, dass auch China immer mehr Probleme bekommen wird, seine Menschen in Beschäftigung zu halten. Und dies, obwohl sich auch in China ab 2015 der demografische Wandel bemerkbar machen wird.

Genau in der Demografie liegt das nächste große Problem. Da es einen klaren Zusammenhang zwischen Lebensabschnitt und Konsumfreude gibt, sollte die Binnenwirtschaft – die China gerade versucht zu stärken – strukturell bedingt in den nächsten Jahren eher sogar schwächer werden. Auch eine Untersuchung des US-Ökonom Barry Eichengreen spricht dafür, dass sich das Wachstum in China ab 2014 dauerhaft verringern wird, denn dann erreicht das Land ein Niveau beim Pro-Kopf-Einkommen, ab dem in anderen wirtschaftlich aufstrebenden Ländern regelmäßig schwächeres Wachstum folgte.

Ein weiterer neuer Aspekt ist die Abwertung des Yen, wodurch Japan gewissermaßen Deflation in andere Länder exportiert. Da jüngst zudem der chinesische Yuan gegen den US-Dollar aufwertet, sollten die chinesischen Unternehmen auch diesen Währungseffekt schon bald deutlich negativ spüren. Und dies zu einer Zeit, wo ohnehin wichtige Absatzmärkte Chinas schwächeln.

Der zentrale Aspekt ist jedoch die immense Kreditblase, die sich in Chinas Schattenbankensystem (Treuhandfonds, „Vermögensverwaltungen“, Finanzierungsvehikel kommunaler Regierungen) gebildet hat und womöglich schon in wenigen Monaten ihre ersten Opfer finden wird. Denn „viele Produkte die gegenwärtig angeboten werden, gleichen den forderungsbesicherten Schuldverschreibungen (CDO), die in den USA vor der Finanzkrise angeboten wurden – wenngleich ohne Aufsicht und Überwachung“ schrieb die Crédit Suisse in einer Analyse.

Genau letzteres macht die Situation besonders kritisch, da selbst die chinesischen Behörden nicht wissen, wie groß die Schieflagen im Schattenbankensystem sind. Die Crédit Suisse schätzt den Umfang der informellen Kreditvergabe im vergangenen Jahr auf gigantische 22,8 Billionen Yuan, umgerechnet 2,8 Billionen Euro, oder 44% der Wirtschaftsleistung Chinas!

Die gesamte Kreditvergabe in China lag nach Schätzung von Charlene Chu von Fitch Ratings im vergangenen Jahr bei 198% des BIP nach 126% im Jahr 2011. Chinesische Banken steigern ihre Assets binnen 5 Jahren um die Größe des gesamten US-Bankensystems! Sie können sich demnach vorstellen, dass hier etwas nicht stimmen kann und die Assets in nicht allzuferner Zukunft neu bewertet werden müssen – mit der wahrscheinlichen Folge, dass das chinesische Bankensystem in eine Situation geraten wird, wie wir sie 2008/2009 in den USA gesehen haben.

Wie Chu weiter ausführt, gibt es keinen Ausweg, da das Kreditvolumen doppelt so hoch ist wie die Wirtschaftsleistung und doppelt so schnell wächst. Und ein schneller Sprung der Verschuldung relativ zum BIP ging regelmäßig Finanzkrisen voraus. Wenn Sie dann die oben beschriebenen Aspekte bedenken und sich klar machen, dass ein BIP, das zu fast 70% durch Bau- und Infrastrukturprojekte getragen ist, ohnehin niemals nachhaltig sein kann, so dürften Sie verstehen, warum ich eine ernste Wirtschafts- und Finanzkrise in China erwarte.

Wir werden in den nächsten Monaten immer öfter von Kredit- und Anleihenausfällen sowie Unternehmenspleiten in China hören. Ich vermute jedoch, dass vieles sich zunächst noch weiter unterschwellig verschlimmern und erst in zwei bis drei Jahren offen ausbrechen wird. Dann jedoch wird es global zu einem Schock und heftigen Turbulenzen kommen. Wie oben schon angedeutet wird eine Krise in China z.B. auch erheblich auf Deutschland und damit auf den Euro rückwirken, die Rohstoffpreise könnten dramatisch einbrechen, was wiederum Australien weiter in die Krise treiben wird. Die zu erwartenden Folgen werde ich hier auf kaufkraftschutz.de in einem weiteren Beitrag beleuchten.

Mai 222013
 

Am 01.02.2013 habe ich Sie auf eine mögliche bevorstehende Hausse bei Uran-Aktien hingewiesen. Seit dem scheint nicht viel geschehen zu sein, denn der Spot-Preis für Uran „dümpelt vor sich hin“ (aktuell 40,75 USD pro Pfund). Doch es gibt gleich drei Katalysatoren, welche schon bald eine neue Hausse begründen können:

  1. China hat sein Atom-Programm wieder aufgenommen. 30 Reaktoren befinden sich dort derzeit im Bau, 49 weitere sind in Planung. Jährlich werden derzeit 22 Mio. Pfund Uran verbraucht, jedoch nur 3 Mio. Pfund produziert. Und der Verbrauch Chinas soll bis 2030 auf 73 Mio. Pfund ansteigen. China wird daher jede Gelegenheit nutzen (müssen), seine Reserven und Ressourcen an Uran zu erhöhen.
  2. Japan, vor Fukushima der weltweit drittgrößte Nutzer von Kernenergie, wird seine Atomkraftwerke wieder anschalten, präziser: anschalten müssen. Denn mit der jüngsten Abwertung des Yen werden Rohstoffe für die Japaner markant teurer, was die ohnehin schon negative Handelsbilanz belastet. Die Kosten für Energieimporte haben sich gegenüber 2011 bereits verdoppelt. Folglich werden die Japaner mit großer Wahrscheinlichkeit wieder mehr auf Eigenproduktion setzen, was kurzfristig nur via Atomenergie möglich ist. Da derzeit nur zwei der 50 Reaktoren in Betrieb sind, wird die Uran-Nachfrage aus Japan tendenziell wieder stark zunehmen.
  3. Wie bereits berichtet läuft zum Jahresende ein vor 20 Jahren geschlossener Vertrag aus, wonach waffenfähiges Uran aus Russland verarbeitet und an die USA geliefert wird. Dies machte immerhin 15% des globalen Uran-Gesamtangebotes aus. Die USA verbrauchen jährlich 55 Mio. Pfund Uran, produzieren derzeit aber nur 4 Mio. Pfund. Zwar dürften die Russen weiter die USA beliefern, jedoch sicherlich nicht mehr zu den derzeitigen Preisen. Zudem dürften die USA generell daran interessiert sein, sich nicht zu sehr von Uran-Importen aus Russland und dem unter russischen Einfluss stehenden Kasachstan abhängig zu machen. Doug Casey skizziert bereits einen russischen Corner des Uran-Marktes. Das erscheint mir zwar überzogen, aber Russland hat in der Tat nicht nur in den Bereichen Gas und Öl eine globale Vormachtstellung.

Nun bin ich bei Prognosen die mehr als 5 Jahre in die Zukunft gehen regelmäßig skeptisch, doch das Szenario eines Angebotsdefizits zu derzeitigen Preisen ist durchaus überzeugend. So hatten z.B. BHP Billiton, Cameco und Areva im vergangenen Jahr diverse Projekte aus wirtschaftlichen Gründen gestoppt. Der Uran-Preis müsste auf über 70 US-Dollar pro Pfund steigen, damit sich diese Projekte wieder lohnen. Und sollte es so kommen, würde doch einige Zeit vergehen, bis sich die Lage entspannen dürfte.

Dies ist also durchaus ein Szenario, aus dem man eine bullishe Prognose ableiten kann. Und ich denke, dass „saubere“ Alternativen wie Solar- und Windenergie selbst bei größten Anstrengungen die Kernenergie nicht in einem überschaubaren Zeitfenster ersetzen können. Demnach wird voraussichtlich schon bald einer neuer Bullenmarkt bei Uran einsetzen, wovon insbesondere die Uran-Produzenten profitieren sollten.

Ich wurde bereits nach meinem ersten Beitrag gebeten, doch einige konkrete Werte zu nennen, die ich als interessant erachte. Dem komme ich hiermit nach, möchte jedoch betonen, dass dies keine Anlageberatung ist und Sie für Ihre Investmententscheidungen selbst verantwortlich sind:

  • Uranium Participation (ISIN: CA9170171057, 3,78 EUR): Mit dieser Aktie können Sie mehr oder weniger direkt auf den Uran-Preis setzen, da das Unternehmen nichts anderes tut, als seine Vermögenswerte in Uran zu investieren.
  • Cameco (ISIN: CA13321L1085, 17,14 EUR): Das kanadische Unternehmen ist einer der weltweit größten Uran-Förderer. Damit ist die Aktie geradezu ein Muss für Institutionelle Anleger, die das Thema abdecken möchten.
  • Paladin Energy (ISIN: AU000000PDN8, 0,71 EUR): Einer der größten Uran-Förderer Australiens (wobei die Produktionsstätten in Afrika liegen) und ebenfalls ein „Blue Chip“ innerhalb des Uran-Sektors.
  • Uranium Energy (ISIN: US9168961038, 1,48 EUR): Produktion in Texas und Explorationsziele in Paraguay. Das Unternehmen ist schuldenfrei, das Management hält 20% der Aktien.
  • Energy Fuels (ISN: CA2926711045, 0,11 EUR): Analytisch gesehen einer der günstigsten Uran-Produzenten (USA) und damit ein interessantes Übernahmeziel.
  • Uranerz Energy (ISIN: US91688T1043, 1,08 EUR): Angehender Uran-Produzent in den USA mit voraussichtlich sehr geringen Förderkosten und bereits abgeschlossenen Verträgen u.a. mit Exelon, dem größten Kernkraftwerksbetreiber in den USA.
  • Ur-Energy (ISIN: CA91688R1082, 0,68 EUR): Ebenfalls ein angehender Produzent (USA), der sehr niedrige Produktionskosten haben wird und bereits Abnahme-Verträge geschlossen hat.
  • Strathmore Minerals (ISIN: CA8630771035, 0,12 EUR): Der spekulativste Wert, da noch keine finalen Genehmigungen vorliegen, jedoch mit starken Partnern (Sumitomo, Kepco) und gleich zwei „Company Maker“-Projekten in den USA, für welche noch im laufenden Jahr mit Entscheidungen der Behörden zu rechnen ist.

Jetzt mögen Sie sich vielleicht fragen: „Welchen Wert soll ich denn nun kaufen?“. Nun, per se kann ich Ihnen das nicht beantworten. Jeder dieser Werte hat (s)eine „Story“ und jeweils ein anderes Chance/Risiko-Profil. Zudem empfiehlt sich bei Einzelwerten generell eine breitere Streuung. Anhand der Auswahl können Sie indes erkennen, dass ich generell den Fokus eher auf Werte mit US-Produktion legen würde, da dies das größte Abnehmerland ist und politische Risiken noch am überschaubarsten erscheinen. Alternativ zu Einzeltiteln gibt es auch einige Zertifikate und Fonds, wobei ich mir da kein Urteil erlaube und Ihnen eine eigene Recherche nahe lege.

Ein überaus spannender Wert, der jedoch nichts mit der Uran-Förderung sondern mit der Uran-Anreicherung zu tun hat, ist das australische Unternehmen Silex Systems (ISIN: AU000000SLX4, 1,96 EUR). Das Unternehmen hat eine Technologie entwickelt, mittels derer Uran mit Lasern angereichert werden kann. Die Technologie steht kurz vor dem Durchbruch, eine Test-Phase wurde gerade erfolgreich beendet. Setzt sich die Technologie nachhaltig durch, wird Silex durch Lizenz-Einnahmen eine wahre „Cashcow“ werden. Aber natürlich sind auch hier die Risiken beträchtlich (das Unternehmen wird ohne relevante Umsätze bereits mit 450 Mio. CAD bewertet) und Investoren sollten neben der Risikofreude auch entsprechende Geduld mitbringen.

Abschließend ein wichtiger Hinweis:
Es gibt eine durchaus hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich die 4-jährige „allgemeine“ Aktien-Hausse ihrem Ende nähert. Sollte im Sommer eine neue Baisse beginnen, müsste das oben beschriebene Szenario ungeachtet der bullishen fundamentalen Basis überprüft werden, da man bereits 2008/2009 sehen konnte, dass Märkte auch extreme Unterbewertungen erreichen können und einige der oben genannten Unternehmen dann womöglich existenziell bedroht wären.